28.09.1999

Sören

Ein weiterer Tag Lissabon - und heute waren wir im Lissabon der 90er Jahre, das ich auch noch nicht (so gut) kenne. Wir besuchten das Gelände der Expo 98, das sich im Nordosten der Stadt befindet. Wir parkten im Parkhaus des Centro Commercial Vasco da Gama, um dann zu Fuß am Portugiesischen Pavillon vorbei zum Ozeanarium zu gelangen (siehe die beiden folgenden Bilder). Beide Gebäude sind architektonisch interessant, aber ich muß gestehen, daß ich schon bei meinem ersten Besuch im Herbst 98 das nur fünfzig Zentimeter dünne Betonsegel des Portugiesischen Pavillons zu bedrohlich fand, um mich heute noch einmal darunter zu stellen...


Portugiesischer Pavillon

Ozeanarium

Jürgen

Das Ozeanarium von Lissabon ist eigentlich ein großes Aquarium ... ein sehr großes Aquarium. Aus den verschiedenen Ozeanen und Klimazonen sind dort Meeresbewohner versammelt. Neben allen möglichen Arten von Fischen findet man dort auch Pinguine und Seeotter. Am beeindruckensten ist aber das zentrale große Bassin, indem die größeren Fische, unter anderem auch Haie, untergebracht sind. Das Ozeanarium machte einen gewaltigen Eindruck auf uns und noch etwas: wir bekamen schrecklichen Hunger ... auf Fisch.

Sören

Dabei gehen wir heute abend Fleisch essen - in einem der besten Restaurants seiner Art in der Stadt, dem Grill 20. Unser Hunger wurde durch die weitere Erkundung des Expo-Geländes noch vergrößert. Wir fuhren mit der Seilbahn am Tejo-Ufer vom Ozeanarium bis zum Torre Vasco da Gama und gingen dann zurück, vorbei an der neuen großen Mehrzweckhalle, die mehr noch als das Kongreßzentrum in Berlin den Namen "schwangere Auster" verdient hätte. Anschließend fuhren wir nach Belem - eine unsere Leserinnen hatte sich (und uns, mit einer Mail an die_reisenden) schon gefragt, wie wir denn am Sonntag Belem besuchen konnten, ohne die berühmten Pasteis zu geniessen. Genau das wollten wir heute nachholen...

Seilbahn und Torre Vasco da Gama

Jürgen

Und damit kommen wir zum Höhepunkt des heutigen Tages. Nicht das Schauspiel der Natur, das sich uns im Ozeanarium bot, auch nicht die Leistungen des Menschen, sichtbar in der Architektur der Expo-Gebäude ...
Das absolut Größte des heutigen Tages, ja vielleicht des gesamten Lissabon-Aufenthaltes war dieser Geschmack ... Wir saßen im Cafe, tranken eine Bica und aßen dazu Pasteis. Dieser noch warme Blätterteig, diese chremige vanillige Füllung, bestäubt mit Zimt ... ein unendlicher Genuß! Nach den Anstrengungen des Tages war das fast zuviel, dieser Geschmack ... unglaublich ... fast kostete es mich den Verstand ... Pasteis ... kaum hielt es mich in der Realität ... Pasteis ... ich schwebe ... Pasteis ...

Vortag: 27.09.1999