29.5.2000Bisher habe ich aus dem modernen, städtischen Malaysia berichtet, aus dem pulsierenden KL, wie die Einheimischen ihre Hauptstadt Kuala Lumpur nennen. Nun befinde ich mich aber in Sabah, der im Norden der Insel Borneo gelegenen östlichsten Provinz des Landes. Touristen zieht es weniger prächtiger Baudenkmäler in den Städten hierher - die größten Städte, Kota Kinabalu und Sandakan, wurden während des Zweiten Weltkrieges fast völlig zerstört. Man kommt eher nach Sabah, um im, am und auf dem Meer zu frönen oder aber um die beeindruckende Natur zu erleben. ![]() Statt Sauna... Der Autor schwitzt im Dschungel Der tropische Regenwald, der vielerorten ausgedehnten Plantagen weichen muß, kann in der Nähe von Sandakan mit einigen seiner prominentesten Bewohnern besucht werden: Im Sepilok Orang Utan Rehabilitationszentrum werden elternlose Jungaffen auf das Leben in der Wildnis vorbereitet - ein Unternehmen, das sinnfällig auf die Pflicht des Menschen hinweist, sich auch um sein Naturerbe zu kümmern. Die Eltern der Affen sind nämlich meistens von Bauern getötet worden, deren Pflanzen die Orang Utans in Ermangelung des natürlichen Lebensumfelds geplündert haben. Orang Utan bedeutet übrigens nichts weiter als Waldmensch, und da lasse ich es mir nicht nehmen, mal einen direkten Vergleich beider Spezies zu präsentieren:
![]() Prominenz: Der Sultan und die Fotografen ![]() Prominenz: Der Affe (Bildmitte) und die Fotografen Was aber unterscheidet Mensch und Orang-Utan? Von allen Unterscheidungsmerkmalen wird eines viel zu selten genannt: Karaoke. Kein Affe wuerde sich zu einer solchen Freizeitbeschaeftigung herablassen... ![]() I did it my way: Sören Eberhardt und Christoph Reisner zersingen Sinatra Unser Weiterflug nach Kota Kinabalu (KK genannt) ließ leider nicht viel Zeit in Sandakan, wo wir aber zumindest noch den neuen, 1987 errichteten Buddhatempel besichtigten. In KK an der Westküste von Sabah, wo wir am Nachmittag ankamen, sahen wir dann ein Dorf, dessen Häuser auf Stelzen im Meer stehen. ![]() Gestelztes Wohnen Und dann war es leider auch schon wieder Zeit, im Pan Pacific Hotel die Einladung der Direktion zum Abendessen einzunehmen. Aufgrund dieser gesellschaftlichen Pflichten muß der Bericht heute wohl oder übel ein wenig kürzer ausfallen - ein gutes Essen sollte man nicht warten lassen. Der Autor verabschiedet sich für heute mit einem Bild von sich selbst... ![]() Der Autor in lokalem Ambiente © S. Eberhardt |